Totgesagte aller Länder!

Die Sitzung der UNO-Generalversammlung am Montag war mutmaßlich historisch und dürfte den Beginn einer Renaissance des Völkerrechts markieren.

In aller Kürze soll hier auf die drei  „Hauptredner“ Obama, Putin und Xi eingegangen sowie der Versuch unternommen werden, deren jeweilige Rolle im Konzert der Staatenlenker sowie die Bedeutung der diesjährigen Generaldebatte einzuschätzen.

Der Einlenker

Obama sprach als erster der drei und wiederholte weitgehend bekannte Formeln zu geschichtlichen Erfolgen und aktuellen Herausforderungen sowie der Rolle der USA dabei.

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2 Gedanken zu “Totgesagte aller Länder!

  1. Auch wenn es Fehleinschätzung sein könnte, es bereitet mir viel Vergnügen Deine Analysen zu lesen. Es gibt sehr solche globalen Analysen in Medien so gut wie nicht. Mag sein, dass die Politologen in ihren engen Kreisen solche Analysen unterbreiten. Dennoch schaffen sie zur medialen „Oberfläche“ nicht.

    Ich habe zuerst diese neue Perspektive (und daher auch das Ergebnis) in der Weltgeschichte entdeckt. So ist Weltgeschichte nicht einfach eine Summe der Regionalen Geschichten, sondern Akzentuierungen, Betonungen, Bedeutungen werden anders ausgelegt und daher ergibt sich auch ein abweichendes Bild, als man es aus regionaler Perspektive gewöhnt ist. In unserer globalen Welt müssen wir ein Spagat zwischen regionalen und globalen Perspektive schaffen. Dass das Regionale bleibt (sicher verändert) – davon bin ich überzeugt, da das Globale nährt sich von der Variation der regionalen. Dennoch das Verständnis, dass wir alle sitzen in einem Boot, wird sich durchsetzen. Es wird zum selektiven Faktor für das Regionale.

    Wenn man evolutives Muster untersucht, dann glaube ich, dass die „Symmetriebrechung“ nach Zusammenbruch der SU, hat zuerst zu absoluten Zentralismus geführt. Unsere Zeit ist markiert durch Multilarität, die könnte ähnlich einer eukaryotischen Zelle funktionieren, also einer Zelle, die allem komplexen Leben zugrunde liegt. Es gibt ein Kern, der anscheint bestimmt die Funktion der Zelle. Es ist aber nur halbe Wahrheit. Es gibt viele Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle sind, die ihre eigene DNS besitzen. Sie haben Teil ihres DNS dem Kern übertragen, so dasss auch sie allein nicht überlebensfähig sind. Dennoch ist auch das Kern von ihnen abhängig. Diese rückkoppelnde Abhängigkeit wird oft ausgeblendet.

    In dem Sinne sehe ich die Zukunft in der neuen Art Zentralisierung. Es kann UNO oder etwas anderes sein, der die Kontrollfunktionen von den Ländern übergeben bekommen. Die EU spielt hier ein Model vor. Dennoch Nationalstaaten werden dadurch nicht aufgelöst. Es muss nur eine Schnittstelle gefunden werden, die Abhängigkeit der beiden Seiten Zentrum-Nationalstaat festlegt.

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